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In memoriam Manfred Wicke

Da ich Ende August zufällig in Innsbruck auf Urlaub war, wohnte ich der Verabschiedung von Manfred Wicke in der Martin Luther Kirche bei. Es war eine würdevolle Feier.

Meine erste Aufgabe bei der Fa. Mayreder war 1966 die Abschnittsbauleitung der Freivorbaubrücke Grein über die Donau, die von Wicke geplant worden war. Anschließend arbeitete ich einige Zeit im Wiener Konstruktionsbüro unter ihm und in diesen fast zwei Jahren lernte ich unheimlich viel von ihm über Spannbeton und Freivorbau, was ich dann im Linzer Konstruktionsbüro umsetzen konnte. Als er sich 1971 um die Professur für Stahlbetonbau an der Uni Innsbruck bewarb, staunten wir Junge nicht schlecht, was er sich mit 38 Jahren zutraute. Wir staunten weiter, wie er sich wissenschaftlich in Szene setzen konnte und was er in der österreichischen und europäischen Stahlbetonnormung weiterbrachte.

Wicke reihte sich in die Reihe der Bauingenieure ein, die, bei Mayreder gefordert, sich weiterbildeten und zu Universitätsprofessoren ernannt wurden: Franz Pilny (Bauforschung TU Berlin), Fritz Bauer (Stahlbetonbau TU Graz), Wicke, Adalbert Koberg (Stahlbetonbau TU Graz) und meine Wenigkeit (Bauwirtschaft TU Wien).

Seine Nachkommen, die die Donaubrücke Grein auf seinem Sterbebild verewigten, wussten wohl nicht, was das für mich bedeutet.


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